Studien zur Naturheilkunde nach Kneipp

Studien

Ein hervorstechendes Merkmal der Naturheilkunde nach Kneipp ist die gute Studienlage insbesondere im Vergleich zu anderen Schulen der Komplementär- oder Alternativmedizin. Das Bemühen, dieses Naturheilverfahren wissenschaftlich zu untermauern, ist bei seinen Vertretern traditionell. Schon Sebastian Kneipp wünschte sich für seine Lehre, dass sich die wissenschaftliche Medizin mit ihr beschäftigen sollte. Dies begann dann tatsächlich noch zu Lebzeiten Kneipps, insbesondere durch Gründung des Kneipp-Ärztebundes. Seither sind zahlreiche Studien zur Naturheilkunde nach Kneipp erschienen.

Einige wissenschaftlichen Studien sind unter dem Menüpunkt

 

DOCS,

dort aufgelistet unter "Studien" und anhand der 5 Elemente unterteilt, zu finden. 

 

"Evidence Based Medicine" (deutsch: "Evidenzbasierte Medizin" (EBM)) liegt dabei diesem Portal als wissenschaftliches Grundverständnis zugrunde. Dies meint im wörtlichen Sinn eine Heilkunde, die sich auf empirische Belege (datenbasierte Erfahrungen) stützt. Sie hat eine medizinische Versorgung zum Ziel, welche die Erkrankung von Patienten auf der Grundlage der besten zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Quellen bzw. Daten behandelt.

Auf dieser Basis können die Naturheilkunde nach Kneipp und die Schulmedizin zusammenfinden. Sie widersprechen sich nicht, sondern ergänzen sich.

Bei EBM handelt sich um eine junge Entwicklung in der wissenschaftlichen Medizin. Sie fordert wie gesagt von den Therapeuten, dass die medizinische Behandlung einzelner Patienten auf der Basis einer nachgewiesenen Wirksamkeit in der Praxis geschieht. Nun könnte man meinen, dass also hier auch Erfahrungen im klassischen Sinne gemeint sind. Dem ist aber nicht so. Wichtig ist der Begriff nachgewiesen. Hierunter versteht die EBM das Vorliegen wissenschaftlicher Studien. Die Ergebnisse dieser medizinischen Studien und anderer wissenschaftlicher Richtungen sollen bei der EBM die Basis für alle Entscheidungen des Therapeuten darstellen. Der Therapeut hat deshalb die Pflicht, sich über die neuesten wissenschaftlichen Kenntnisse zu informieren und diese bei seiner Diagnose und Therapie zu berücksichtigen. Entsprechend wird gefordert, dass der wissenschaftliche Betrieb in der Medizin und den angrenzenden Fachgebieten alle relevanten Fragen wissenschaftlich untersucht. Darüber hinaus soll sie dabei helfen, diese Ergebnisse in die Praxis der praktisch tätigen Therapeuten zu überführen.

Aber nicht nur die Frage der Quantität der Studien ist im Fokus. Es geht bei EBM auch um die Qualität der Studien. Auch hier wird ein großes und leider nachweisbares Defizit gesehen. Deshalb stellt die EBM eine Reihe von Forderungen an die medizinische Forschung. Ziel ist, die Qualität der Forschung in der Medizin deutlich zu steigern. Auch falsches Wissen und darauf aufbauend falsche Entscheidungen der Therapeuten sollen minimiert werden.

Zusammenfassend kann man sagen: EBM und Naturheilkunde stehen zwar in einem gewissen Spannungsfeld und es gibt hierüber leider auch eine umfangreiche und teilweise polemisch geführte Diskussion. Erfreulicherweise gab es jedoch in den letzten 20 Jahren eine Vielzahl von Studien zur Naturheilkunde, die aufzeigen, dass sich EBM und Naturheilkunde durchaus ergänzen können. Dies macht Mut und ist der Weg, den auch wir beschreiten wollen.